Jugendtresen

Das Emanzipatorische Jugendkollektiv Potsdam ist eine antifaschistische Jugendgruppe, die anderen politisch interessierten Jugendlichen eine Plattform bieten will, in der sie sich politisch engagieren und ihre Gedanken sowie Überzeugungen zum Ausdruck bringen können. Um eine Anlauf- und Kontaktstelle zu bieten, veranstalten wir am ersten Freitag jeden Monats einen Jugendtresen in der Olga.
Bei diesem Tresen haben Menschen die Chance, sich zu informieren, zu diskutieren und Gedanken auszutauschen; sei es durch eine Infoveranstaltung, einen Film oder eine Diskussionsrunde.

Unsere Infoveranstaltungen sind generell rauchfrei. Während dem Tresenbetrieb im Anschluss an diese darf jedoch wieder geraucht werden.

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Die nächsten Veranstaltungen:
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Freitag, 07. März 2014, 20 Uhr, Olga
Beziehung, Liebe und Polyamorie

Weil es für die meisten Leute das wichtigste im Leben ist, legen wird diese Veranstaltung wieder einmal auf. Um Enttäuschungen vorzubeugen, wollen wir darauf hinweisen, dass wir nicht mit dem Liebesglück diverser Schauspieler und Prinzessinnen mitfiebern wollen. Stattdessen wird in aller Nüchternheit, zu der wir fähig sind, gefragt, was sich Leute von und bei Beziehungen versprechen, wie Rechtsansprüche und Glücksphantasien neben dem Arbeitsalltag zusätzliches Ungemach ins Leben bringen und warum wir Polyamorie nicht für das bessere schlechte Konzept halten.
Kurz: Keine Beziehungsberatung, sondern eine Analyse und Diskussion.
Referent_innen: Gruppe “Jimmy Boyle” (Berlin)

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Die vergangenen Veranstaltungen:
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Freitag, 07. Februar 2014, 20 Uhr, Olga
Film: “I hate my f*cking hometown”

Wer in Cottbus aufwächst, macht unwillkürlich Erfahrungen mit Neonazis, Alltagsrassismus und Diskriminierung gehören hier für viele Jugendliche zum Aufwachsen dazu. Die AFA-Youth Cottbus nutzte das Projekt “Aufwachsen in Brandenburg”, um eine Do­ku­men­ta­ti­on über die his­to­ri­sche Ent­wick­lung des Neonazismus und der an­ti­fa­schis­ti­schen Ju­gend­kul­tur in Cott­bus von 1990 bis 2013 zu ent­wi­ckeln.
Im Film werden un­ter­schied­li­che Ak­ti­ons­for­men, die Mi­li­tanz­de­bat­te und die Ef­fek­ti­vi­tät der Zu­sam­men­ar­beit mit an­de­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen und Ein­rich­tun­gen wer­den in den Blick ge­nom­men, sowie die Beweggründe antifaschistischer Gruppen in Cottbus. Die Dokumententation schafft es, einen allgemeinen Einblick in die Cottbuser Jugendkultur zu verschaffen und die Dringlichkeit antifaschistischen Engagements zu verdeutlichen.
Referent_innen: AFA Youth Cottbus

Freitag, 06. Dezember 2013, 20 Uhr, Olga
Mobiveranstaltung: Naziaufmarsch in Magdeburg 2014

Am 16. Januar 2014 jährt sich die Bombardierung Magdeburgs zum 69. Mal. Seit 1998 nutzen die Nazis dieses Datum, um die sogenannten „Helden der deutschen Wehrmacht“ und die Opfer der Bombenangriffe zu betrauern. In den letzten Jahren hat sich der Naziaufmarsch in Magdeburg zu einem der größten Aufmärsche in Deutschland entwickelt. Auch dieses Jahr werden die Nazis diesen Anlass nutzen, um Geschichtsrevisionismus zu betreiben und rassistisches Gedankengut zu verbreiten. Bei dieser Mobiveranstaltung werden uns Aktivist_innen vom Bündnis “Magdeburg Nazifrei” den Aktionsplan und das Gegenkonzept erläutern und uns weitere Informationen zum Naziaufmarsch, der am 18. Januar 2014 in Magdeburg stattfinden wird, vermitteln.
Referent_innen: Bündnis “Magdeburg Nazifrei”

Freitag, 01. November 2013, 20 Uhr, Olga
Schule und Bildung im Kapitalismus

Warum Lernen nervt und Schule dumm macht.
Inhalt der Veranstaltung soll zum einen die Auseinandersetzung mit den Zielen von Schule und Bildungswesen sein. Einerseits wird den Schüler_innen ein verpflichtendes Lernangebot gemacht. Andererseits werden gerade diejenigen, die den Stoff nicht so gut lernen, nach und nach von einer längeren Wissensaneignung ausgeschlossen. So scheint das primäre Ziel von Schule nicht die Weitergabe von Wissen an möglichst viele Menschen zu sein. Worum geht es dann?
Ein weiterer Schwerpunkt soll die Haltung der Schüler_innen, aber auch die der Lehrer_innen sein. Wie kommt es dazu, dass die einen sich engagiert um ihre Schützlinge kümmern und dafür selbst einen Burn-Out in Kauf nehmen müssen? Andere Lehrkräfte wiederum sehen sich nach und nach
enttäuscht von ihren Schüler_innen und werden ihnen gegenüber gehässig.
Diese Schüler_innen wiederum – obwohl sie mal wissbegierig und neugierig waren – sabotieren den Unterricht und sind nach dem Absitzen der Schulzeit oft froh, „nie wieder was lernen zu müssen“.
Ein absurdes Ergebnis eines Bildungswesens. Was ist da los?
Referent_innen: Gruppe “Jimmy Boyle” (Berlin)

Freitag, 04. Oktober 2013, 18 Uhr, la datscha
Streetart-Workshop

In diesem Workshop werden frei nach dem DIY-Prinzip verschiedene Möglichkeiten der Straßenkunst erprobt.
Ihr werdet die Möglichkeit haben, mit ein wenig Kreativität Schablonenmotive selbst zu entwerfen oder schon erstellte Motive in Schablonen zu verwandeln.
Das Besprühen von Aufklebern, Fliesen und anderen Materialien sowie das Bedrucken von Textilien werden die Hauptbestandteile des Workshops sein.

Was bei den jeweiligen Arbeitsvorgängen beachtet werden sollte, wird euch durch den Austausch mit mehr oder weniger erfahrenden Streetartists nähergebracht.
Wenn ihr Lust habt, kreativ zu werden und Blickfänge herzustellen, dann bringt neben guter Laune auch noch eure Ideen, Fragen und Klamotten mit.

Freitag, 06. September 2013, 20 Uhr, Olga
Workshop: Sexismus und Gendertheorie

“Ein Indianer kennt keinen Schmerz” und wer Gefühle zeigt, ist eine “Heulsuse”. Solche und ähnliche Sprüche musste sich wahrscheinlich jede_r schonmal anhören. Jungs spielen mit Autos und Actionfiguren, Mädchen mit Barbies. So oder so ähnlich verlief vermutlich die Kindheit der meisten.
Schon im Kindesalter muss man sich den Geschlechterrollen beugen, wer das nicht tut, wird oft als “nicht normal” gebrandmarkt. Ob im Freundeskreis oder im Sportunterricht, eine kritische Sicht auf die Dinge kommt erst gar nicht auf, da alles als gegeben wahrgenommen wird.
In der kommenden Veranstaltung werden der Zusammenhang zwischen psychologischem und biologischem Geschlecht sowie die daraus resultierende gesellschaftliche Ordnung ermittelt. Das Ganze wird Workshopcharakter haben, sodass mehr Interaktion möglich ist und ein direkter Bezug zur Praxis aufgebaut werden kann.
Der Workshop ist so aufgebaut, dass auch Menschen, die sich noch nicht so sehr mit dem Thema Sexismus auseinandergesetzt haben, die Chance bekommen, einen Überblick darüber zu erhalten und für die Thematik sensibiliert werden.

Freitag, 09. August 2013, 20 Uhr, Olga
Infoveranstaltung: Konsumkritikkritik

Achtung: diesmal am zweiten Freitag des Monats!
„Unser Verhalten beeinflusst die Nahrungspreise der ganzen Welt. Unser exzessiver Konsum treibt die Weltmarktpreise nach oben.“ (spiegel online) So und ähnlich lauten die Aussagen zahlreicher Reportagen und verschiedener Organisationen. Sie apellieren an die Moral der Konsumenten: “Wir” sollen in Anbetracht des Elends der Welt “unsere Verantwortung” wahrnehmen und bewusst, fair, verantwortlich etc. konsumieren. JedeR kann so ganz einfach was beitragen zur Linderung des Elends in der Welt.
Was gut gemeint ist, verklärt die tatsächlichen Verhältnisse und befindet damit durch die Hintertür für gut, was wir für ziemlich kritikabel halten. So wird sich positiv auf die Konkurrenz der Unternehmen bezogen, wenn die „schlechten“ zugunsten der „guten“ abgestraft werden. Im Lohn wird nur dann ein Ausbeutungsverhältnis gesehen, wenn er niedriger als niedrig ist. Und die Umweltnutzung durchs Kapital ist kein Problem, wenn nicht mehr als üblich zerstört wird. Außerdem wird suggeriert, dass die Konsumentin in der Masse über die Produktionsbedingungen entscheiden könnten.
Warum man mit einer konsequenten Kritik an Armut und Umweltzerstörung nicht bei einer Konsumkritik-Kampagne, sondern bei einer Kapitalkritik rauskommt, wollen wir gerne diskutieren.
Referent_innen: Gruppe “Jimmy Boyle” (Berlin)

Freitag, 05. Juli 2013, 20 Uhr, Olga
Infoveranstaltung: Entschwörungstheorie

Im Vortrag bietet Classless Kulla einen Einblick in seine „Entschwörungstheorie“. Neben der Verbreitungsweise moderner Verschwörungstheorien, die sich zunehmend mehr in das Gewand etablierter Autoritäten aus Wissenschaft und Politik hüllen, bildet die Unterscheidung von offenem und geschlossenen Verschwörungsdenken den Kern des Vortrags. Während sich ersteres durch offene Fragestellungen und die Beschäftigung mit der Realität von Verschwörungen, etwa dem Wirken von Geheimdiensten, auszeichnet, präsentiert sich letzteres als geschlossene Ideologie. In dieser stehen die Antworten immer schon vorher fest, mittels derer durch Vorverurteilungen Opfer- und Feindmarkierungen vorgenommen werden, die in letzter Konsequenz Grundlage für die Politik von Ausschluss, Verfolgung und Massenmord sind. Der Begriff „Entschwörungstheorie“ ist schließlich als ironisches Label zu verstehen. Geht es dem Referenten doch keinesfalls darum, sämtliche derzeit kursierenden Verschwörungstheorien zu widerlegen, sondern vielmehr deren Funktionsweise offenzulegen und einer kritischen Diskussion zu unterziehen.
Referent: Classless Kulla

Freitag, 07. Juni 2013, 20 Uhr, Olga
Infoveranstaltung: Bundeswehr und Geheimdienste in der Schule

Nicht erst seitdem für die wirtschaftlichen Interessen des globalisierten Kapitalismus in Afghanistan auch Deutsche sterben, hat die Bundeswehr Sorgen mit der Nachwuchsgewinnung. Deshalb gibt es seit vielen Jahren sogenannte Jugendoffiziere, die in Bildungseinrichtungen ihre Dienste anbieten.Wir wollen aufklären, warum das keine “neutralen Spezialisten” zu Themen wie Sicherheitspolitik oder Europäischer Geschichte sind. Neben der Bundeswehr tritt auch der Verfassungsschutz seit einigen Jahren offensiv als Bildungsakteur beispielsweise in Schulen auf. Dies geschieht unter Bezugnahme auf den in den jeweiligen Landesgesetzen verankerten “Informationsauftrag”.Die Aufgabe des Verfassungsschutzes ist dabei die Beobachtung erkennbarer Organisationen und Strukturen hinsichtlich ihrer Verfassungsfeindlichkeit. Dabei ist er von politischen Vorgaben und Machtverhältnissen abhängig. In welche Richtung dies geht, sehen wir deutlich bei der Unterstützung der Neonazis und beim Ausspionieren vieler linker Gruppen.
Referent_innen: LandesschülerInnenvertretung Berlin

Freitag, 03. Mai 2013, 20 Uhr, Olga
Infoveranstaltung: Neonazis in Potsdam

Potsdams Neonaziszene hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und gefestigt. Von der Stadt wurde dies lange Zeit ignoriert oder verharmlost, trotz Warnungen von Antifagruppen. In dieser Input-Veranstaltung soll es genau darum gehen. WAS hat sich WIE und WO verändert und WER sind eigentlich diese “Freie Kräfte Potsdam”? Mit Blick auf die Akteure und deren Aktivitäten und Aktionsformen wird es eine aktuelle Einschätzung der hiesigen Szene geben. Es gibt die unterschiedlichsten Fragen und wir wollen versuchen, möglichst viele davon zu beantworten.
Referent_innen: Antifaschistisches Pressearchiv Potsdam

Freitag, 05. April 2013, 20 Uhr, Olga
Filmabend: Das Leben des David Gale

David Gale, ein erbitterter Gegner der Todesstrafe, landet wegen Vergewaltigung und Mord an seiner engsten Mitarbeiterin Constance Harraway selbst in der Todeszelle. Drei Tage vor dem geplanten Hinrichtungstermin erklärt Gale sich dazu bereit, der Journalistin Elizabeth “Bitsey” Bloom ein Exklusiv-Interview zu geben. Seine Forderung: eine halbe Million Dollar. Sein Lockmittel: die Wahrheit! Doch ist es wirklich die Wahrheit, die Gale erzählt? Je mehr Bitsey von Gales Geschichte erfährt, umso mehr Zweifel kommen ihr an seiner Schuld. Als sie erkennt, dass David Gales Schicksal möglicherweise in ihren Händen liegt, beginnt die engagierte Journalistin die Hintergründe des Verbrechens auf eigene Faust zu recherchieren – und setzt dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Freitag, 01. März 2013, 20 Uhr, Olga
Infoveranstaltung: Wiederaufbau der Garnisonkirche

Was für ein Gebäude war die Garnisonkirche? Wer waren ihre Nutzer_innen? Warum gibt es sie nicht mehr? Wie kam es zu der Idee, sie wieder aufzubauen? Wer ist für, wer gegen den Bau dieser Kirchenkopie? – Die Bürgerinitiative “Für ein Potsdam ohne Garnison-kirche” stellt das umstrittene Wiederaufbau-Projekt und seine Protagonist_innen vor. Zudem möchte sie die bisherigen und zukünftigen Formen des Gegen-Protestes mit euch reflektieren.
Referent_innen: Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche

Freitag, 01. Februar 2013, 19 Uhr, Olga
Infoveranstaltung: Wer ist eigentlich Olga?

Viele kennen die Olga und kehren dort regelmäßig ein, manche sogar täglich. Doch was ist die Olga eigentlich? Nur eine gewöhnliche Kneipe oder vielleicht doch mehr?
Wie viele vielleicht nicht wissen, steht hinter der Olga ein Hausprojekt, das die Kneipe überhaupt erst möglich gemacht hat. Bei unserem nächstem Jugendtresen werden einige Bewohner_innen etwas über das Hausprojekt und die Olga erzählen und ein paar alte Bilder zeigen.
Anschließend möchten wir uns gemeinsam mit euch und dem Olgakollektiv überlegen, wie die Olga noch offener und freundlicher gestaltet werden kann.
Referent_innen: Charlotte28 Potsdam

Freitag, 04. Januar 2013, 18 Uhr, Olga
Workshop: Antifa und Männlichkeit

Warum ist Antifa-Politik besonders bei jungen Männern beliebt? Warum gibt es auch in „der Antifa“ Herrschaftsverhältnisse? Es geht in dem Workshop um die Entwicklung antisexistischer Perspektiven von antifaschistischer Politik. Antifa ist zu wichtig, als es nur bei Kritik zu belassen.
Referent: Antifa und Männlichkeit